Wie man mit Rentenfonds fürs Alter vorsorgen kann
Sie haben nichts mit der Rentenversicherung zu tun, können aber durchaus ein Baustein in der zusätzlichen Altersvorsorge sein.
Rentenfonds sind Investmentfonds, die in Rentenpapiere investieren. Dabei werden in aller Regel mehr als die Hälfte des Fondsvermögens in festverzinsliche Wertpapiere angelegt. Dies sind zum Beispiel Anleihen von Staaten oder Obligationen von Banken und Wirtschaftsunternehmen, mit denen eine feste Verzinsung und ein konkreter Rückzahlungstermin des bereitgestellten Kapitals verbunden ist.
Der Vorteil gegenüber einer Direktanlage liegt in einer breiten Streuung des Kapitals auf mehrere Papiere, so dass durch die Mischung verschiedener Schuldner und Fälligkeitstermine nur ein geringes bis mittleres Verlustrisiko besteht. Die Rendite hängt vor allem von der Zinsentwicklung und dem Kauf des richtigen Fonds zur richtigen Zeit ab.
Rentenfonds eignen sich für Anleger, die kleinere Beträge investieren und sich nicht ständig um ihre Kapitalanlage kümmern und Aktienkurse vergleichen wollen. Allerdings empfiehlt "Altersvorsorge macht Schule", die Geldanlage im Rahmen der Altersvorsorge eher langfristig zu planen, denn beim Kauf eines Rentenfonds werden einige Kosten fällig: ein Ausgabeaufschlag von in aller Regel drei Prozent und eine jährliche Verwaltungsgebühr von etwa einem Prozent des Anteilswertes.
Die Zinseinnahmen und Gewinne durch Anteilsverkäufe oberhalb des Sparerfreibetrags sind steuerpflichtig. Sie unterliegen als Einkünfte aus Kapitalvermögen der Abgeltungsteuer in Höhe von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.
Dennoch können Rentenfonds laut der Initiative eine geeignete Ergänzung zur bestehenden Altersvorsorge sein.