Ein frühzeitiger Einstieg in die Altersvorsorge zahlt sich aus. Denn dank des Zinseszinseffekts können auch aus kleinen Raten im Laufe der Jahrzehnte große Summen werden.
Für Albert Einstein war der Zinseszinseffekt angeblich eine der größten Entdeckungen aller Zeiten. Für den Altersvorsorgesparer ist er der beste Verbündete, wie folgendes Beispiel zeigt: Wer 30 Jahre lang monatlich 100 Euro zu sechs Prozent für sein Alter anlegt, kann am Ende fast 100.000 Euro sein Eigen nennen. Davon kommen nur 36.000 Euro aus dem Geldbeutel des Sparers, die restlichen 64.000 Euro sind Zins- und Zinseszinserträge.
Entscheidend für einen solchen Vermögenszuwachs ist eine langfristige Sparstrategie, denn erst dann entfaltet der Zinseszinseffekt seine volle Wirkung. Schon Berufseinsteiger und Auszubildende sollten daher nach Auskunft von „Altersvorsorge macht Schule“ versuchen, etwas fürs Alter zur Seite zu legen – auch wenn es erstmal wenig ist und schwer fällt. Ein Beispiel: Ein 20-Jähriger beginnt mit 25 Euro im Monat. Mit 30 erhöht er die Sparrate auf 100 Euro, mit 45 auf 150 Euro. Bei einer angenommenen Verzinsung von vier Prozent – das ist vorsichtig gerechnet – kommt bis zum Rentenbeginn mit 67 Jahren ein Vermögen von 140.000 Euro zusammen. Etwa 80.000 Euro davon sind Zinserträge.
Erwartbare Zinserträge sollten jedoch nicht dazu verleiten, sich beim Sparen fürs Alter zu übernehmen. Sonst besteht die Gefahr, dass für dringende Reparaturen oder notwendige Anschaffungen das Altersvorsorgevermögen angegriffen werden muss. Das macht sowohl die Sparbemühungen als auch den Zinseszinseffekt zunichte. „Altersvorsorge macht Schule“ rät daher, unabhängig von der Altersvorsorge ein frei verfügbares Zusatzpolster anzusparen.
Damit können Sie rechnen
Tabelle 1: Wie Zins und Zinseszins das Vermögen wachsen lassen
Dauer in | 4% | 5% | 6% | 7% | 8% | 9% | 10% |
1 | 1.226 | 1.233 | 1.239 | 1.246 | 1.252 | 1.259 | 1.265 |
10 | 14.719 | 15.502 | 16.331 | 17.208 | 18.137 | 19.120 | 20.161 |
12 | 18.422 | 19.618 | 20.902 | 22.280 | 23.759 | 25.347 | 27.051 |
15 | 24.549 | 26.596 | 28.839 | 31.298 | 33.994 | 36.951 | 40.192 |
20 | 36.508 | 40.754 | 45.577 | 51.060 | 57.294 | 64.385 | 72.453 |
25 | 51.058 | 58.824 | 67.977 | 78.777 | 91.529 | 106.596 | 124.409 |
30 | 68.760 | 81.886 | 97.953 | 117.651 | 141.831 | 171.543 | 208.085 |
35 | 90.298 | 111.320 | 138.068 | 172.174 | 215.741 | 271.472 | 342.846 |
40 | 116.501 | 148.886 | 191.750 | 248.646 | 324.339 | 425.225 | 559.880 |
45 | 148.382 | 196.830 | 263.589 | 355.901 | 483.905 | 661.793 | 909.415 |
50 | 187.170 | 258.021 | 359.726 | 506.332 | 718.360 | 1.025.783 | 1.472.344 |
Quelle: Martin Kinkel, Job & Money, Mai 2004, S. 313/314. Ergänzt um eigene Berechnungen
Lesebeispiel:
Bei einer regelmäßigen Anlage von 100 € monatlich, einer Laufzeit von 30 Jahren und einer unterstellten Verzinsung von 6 % ergibt sich inklusive Zinseszins ein Endbetrag von rund 97.953 €.
Bei einer Anlage von z.B. 500 € monatlich wird dieser Betrag lediglich mit 5 multipliziert. 97.953 € x 5 = 489.765 €
Der Zinseszinseffekt wirkt sich umso stärker aus, je länger die Anlagedauer und je höher die Rendite ist. Dabei muss immer mitberechnet werden, dass die Inflation das Vermögen schmälert. Tabelle 2 zeigt, wie sich die Höhe der Rendite auswirkt – und was das angesparte Kapital zum Auszahlungszeitpunkt tatsächlich wert sein wird:
Tabelle 2: Wie Renditehöhe und Inflation den Vermögensaufbau beeinflussen
Anlageform | Zinssatz | Kapital mit 67 Jahren | Wert des Kapitals bei 1,5 % Inflation |
Sparbuch | 3 % | 114.322,39 | 58.500,48 Euro |
Banksparplan | 6 % | 276.977,26 | 141.733,40 |
Aktienfonds | 9 % | 746.041,51 | 381.760,59 |
Berechnungsgrundlage: Ab Berufseintritt monatliche Sparrate 100 Euro. Tatsächlich eingezahlte Summe: 54.000 Euro.
Link zu www.ihre-vorsorge.de/Finanzrechner-Vermoegen-Sparplanrechner.html
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