Was das Riester-Zertifikat bedeutet - und was nicht
Viele Anbieter werben mit der Aussage, ihre Riester-Produkte seien "behördlich" oder "staatlich zertifiziert". Was wie ein Gütesiegel wirkt, sagt aber nichts über Qualität und Rendite der jeweiligen Produkte aus. Tatsächlich bestätigt die Zertifizierung nur, dass ein Produkt die Voraussetzungen für die staatliche Förderung erfüllt.
Das amtliche Riester-Zertifikat der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-aufsicht erhalten nur Produkte, die die Minimalanforderungen erfüllen. Dazu gehört die Garantie, dass die eingezahlten Beiträge inklusive der staat-lichen Förderung in jedem Fall zu Beginn der Auszahlungsphase an den Sparer zurückfließen. Die Riester-Rente kann somit als sicher gelten, einen Verlust muss niemand befürchten. Sie wird bis ans Lebensende gezahlt, unabhängig davon, wie viele Jahre in den Vertrag eingezahlt wurde. Auch die unterschiedliche Lebenserwartung von Frauen und Männern hat keine Auswirkung auf die Höhe der Beiträge oder Auszahlungen. Für beide Geschlechter gelten die gleichen Tarife ("Unisex-Tarife").
Mit diesen Zusicherungen allein sollte sich indes niemand zufrieden geben: Richtig gut wird eine Riester-Rente erst, wenn sie eine ordentliche Rendite bringt. Hier unterscheiden sich die unzähligen Produkte auf dem Markt erheblich. Mit welcher Riester-Rente ein Sparer am besten fährt, darüber informieren unter anderem die Verbraucherzentralen oder die Stiftung Warentest in "Finanztest Spezial" vom Dezember 2007.
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