Altersvorsorge und Versicherungen besser trennen
Wer einen Rürup-Vertrag mit Zusatzversicherungen, etwa für den Hinterbliebenenschutz oder den Fall der Berufsunfähigkeit kombiniert, muss im Alter mit weniger Rentenleistung aus diesem Vertrag rechnen.
Viele Versicherungen bieten die Rürup-Rente, mit der vor allem Selbstständige, Freiberufler und gut verdienende Angestellte steuerlich gefördert fürs Alter sparen können, als Kombi-Produkte an. Dabei wird gemeinsam mit dem Rürup-Vertrag eine Zusatzversicherung für den Hinterbliebenenschutz oder die Berufsunfähigkeit abgeschlossen. Dies birgt einen Nachteil: Der Zusatzschutz schmälert die Rentenansprüche, denn nur ein Teil der gezahlten Beträge fließt in die Altersvorsorge und genießt die Steuervorteile. Ein Beispiel: Hat ein Versicherungsnehmer 25 Jahre lang 6.000 Euro Beitrag jährlich gezahlt, ist seine Altersrente monatlich rund 100 Euro niedriger als bei einem Versicherten, der keine Zusatzversicherung vereinbart hat.
Es empfiehlt sich deshalb, mit der klassischen Variante der Rürup-Rente allein für die eigene Altersvorsorge zu sparen. Unabhängig davon sollte eine separate Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden. Und eine günstige Risikolebensversicherung sichert die Angehörigen ab.