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29. April 2008

Sieben Fallen bei der Altersvorsorge

Was Vorsorge-Sparer falsch machen können - und wie es besser geht

Zusätzliche Altersvorsorge ist kein Hexenwerk. Wer die unterschiedlichen Möglichkeiten kennt und weiß, worauf er heute achten muss, um morgen finanziell abgesichert zu sein, findet seinen optimalen Weg. Die unabhängige Initiative "Altersvorsorge macht Schule" zeigt, was besonders oft verkehrt gemacht wird. Und sagt, wie es stattdessen laufen sollte.


Zu zögerlich beim Einstieg


Wohl jedem ist klar: Je früher ich anfange, desto mehr kann ich für meine Altersvorsorge tun - und Dank Zins und Zinseszins auch bei geringerem Einsatz mehr herausholen. Viele verschenken dennoch Jahr für Jahr bares Geld, einfach indem sie nichts tun. Überwinden Sie sich und packen Sie es an! Selbst ein kleiner Betrag ist besser als keiner.


Sparen ohne Ziel vor Augen


Die gesetzliche Rente ist Ausgangspunkt der optimalen Altersvorsorge: Was werde ich im Alter voraussichtlich zur Verfügung haben? Wie viel werde ich tatsächlich brauchen? Wenn zwischen Einkommen und Bedarf im Alter ein Fehlbetrag steht, spricht man von der Versorgungslücke. Wenn Sie diese kennen, haben Sie klar vor Augen, wie viel Ihnen die zusätzliche Altersvorsorge bringen soll.


Zu viel des Guten


Nicht nur ein zu Wenig an Vorsorge ist schlecht: Wer sich unüberlegt in die Altersvorsorge stürzt und sich übereifrig auf zu hohe Beiträge festlegt, gerät leicht in eine Sackgasse. Das Geld wird knapp, Verträge verlustreich gekündigt. Schätzen Sie realistisch ein, wie viel Sie regelmäßig investieren können. Und denken Sie dabei bitte auch an Ihre heutige Sicherheit und die Ihrer Familie - etwa mit einer Haftpflicht- oder Berufsunfähigkeitsversicherung.


Verschenkte Förderung


Steuervorteile und vor allem die staatlichen Zulagen machen das Riestern für die meisten so attraktiv - mit derzeit 154 Euro jährlicher Grundzulage und 185 Euro für jedes Kind. Für jedes Kind, das nach 2007 geboren ist, gibt es sogar 300 Euro. Doch vielen Riester-Sparern entgeht diese Finanzspritze, weil sie vergessen, sie zu beantragen. Dieses Versäumnis können Sie leicht vermeiden. Wer nicht jedes Jahr selbst daran denken will, stellt einfach einen Dauerzulagenantrag bei seinem Riester-Anbieter.


Alles auf eine Karte


Altersvorsorge heißt langfristige Anlage. Wer aber kann über so große Zeiträume hundertprozentige Aussagen machen? Persönliche oder wirtschaftliche Verhältnisse können sich unvorhergesehen ändern. Wer dann alles in eine Anlage investiert hat und den Vertrag kündigen muss, kann viel verlieren. Prüfen Sie deshalb die verschiedenen Möglichkeiten: betriebliche Altersvorsorge und private, staatlich geförderte und auch flexiblere Geldanlagen ohne Zuschüsse.


Fehlendes Durchhaltevermögen


Lassen Sie sich nicht in Versuchung führen. Auch für das neue Auto oder eine tolle Reise sind die Altersvorsorge-Ersparnisse tabu. Nicht nur, weil Vertragskündigungen verlustreich sind, auch weil es häufig allein beim guten Vorsatz bleibt, das Entnommene - inklusive Zinsen - wieder einzuzahlen. Wem es schwerfällt, Geld regelmäßig zurückzulegen, der sollte eine Einzugsermächtigung für seine Anlagen erteilen. Bleiben Sie bei Ihren guten Vorsätzen - denn wissen Sie ja, wofür.


Nicht ausreichend informiert


37 Stunden nimmt sich der Deutsche im Durchschnitt Zeit zum Kauf eines neuen Autos - schließlich will diese Investition wohl überlegt sein. Wer fürs Alter vorsorgen will, bindet sich zwar weitaus länger, informiert sich meistens aber viel, viel weniger - häufig zu wenig für eine souveräne und sichere Entscheidung. Gehen Sie aufgeklärt und zielbewusst in die Beratung. Unabhängige Infos vorab bekommen Sie in Ihrer Verbraucherzentrale und bei der Deutschen Rentenversicherung. Und bei "Altersvorsorge macht Schule", dem Kursangebot zur finanziellen Sicherheit im Alter an den Volkshochschulen.


 

Pressekontakt

Infobüro
„Altersvorsorge macht Schule“

Frau Carolin Ebbinghaus
Tel. 030/ 185271109
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