Wie komme ich zur Altersvorsorge, die zu mir passt? Was es zu beachten gilt, haben wir hier in unserem Themenpaket zusammengestellt:
Haupttext: In sieben Schritten zur optimalen Altersvorsorge
Infografik: Was Sie für 300 Euro Rente sparen müssen
Infokasten 1: Die drei häufigsten Fehler bei der Vorsorgeplanung
Infokasten 2: Für alle Fälle: Risiken absichern
Infokasten 3: Altersvorsorge macht Schule
Wie viel Geld brauche ich im Alter? Welche Fördermöglichkeiten gibt es für mich? Und wo fange ich an? Diese Fragen stellt sich jeder, der darüber nachdenkt, seine Rente mit Riester, Rürup und Co. aufzustocken. Beantwortet werden sie in den Kursen von "Altersvorsorge macht Schule", der unabhängigen Initiative der Bundesregierung, der Deutschen Rentenversicherung und weiterer Partner: An über 500 Volkshochschulen bundesweit bietet sie kompakte und neutrale Informationen zum Sparen für später.
Als Vorgeschmack auf das, was Sie in den Kursen erwartet, lesen Sie hier die wichtigsten Schritte vorm Abschluss eines Altersvorsorge-Vertrags.
Am Anfang steht die Frage: Wie viel kann ich heute schon fürs Alter erwarten? Prüfen Sie, welche gesetzlichen Rentenansprüche Sie haben. Auskunft darüber gibt die jährliche Renteninformation. Die bekommen automatisch per Post alle Versicherten ab 27 Jahren, die mindestens fünf Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben. Ebenso gehört natürlich alles, was Sie sonst schon für später sparen, auf die Haben-Seite.
Die gesetzliche Rente bleibt für Beschäftigte das wichtigste Einkommen im Alter. Mit ihr allein wird sich der gewohnte Lebensstandard aber nicht halten lassen. Wer im Ruhestand mehr zur Verfügung haben möchte, kommt daher um eine private Vorsorge nicht herum. Die einfachste Faustregel: etwa zehn Prozent vom Bruttoeinkommen fürs Alter anlegen. Besser ist es aber, genau zu ermitteln, wie viel ohne Vorsorge später fehlen würde. Wer seinen Vorsorgebedarf kennt, kann klar ermitteln, wie hoch die eigene Sparrate sein muss.
Was Sie für 300 Euro Rente sparen müssen – Wer früh anfängt, kommt mit wenig Einsatz zu einer guten Zusatzrente
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Egal, ob Nachwuchs, Hausbau oder Weltreise auf der Wunschliste stehen - das individuelle Vorsorgekonzept muss ganz eng mit der eigenen Lebensplanung abgestimmt werden. Dabei ist auch immer ein Finanzpuffer für unvorhergesehene Belastungen einzurechnen, etwa wenn das Auto kaputt geht oder eine neue Waschmaschine fällig wird. Wichtig ist: mit dem Vorsorgen früh anfangen, auch, wenn man denkt, dass die Finanzen es im Moment nicht zulassen. Eine Riester-Rente klappt schon mit fünf Euro monatlich.
Natürlich macht es einen Unterschied, ob das zusätzliche Geld zehn, 20 oder 30 Jahre reichen muss. Die voraussichtliche Dauer der Rentenphase sollte also realistisch eingeschätzt werden. Auf Nummer sicher geht, wer Versicherungsprodukte wählt, die lebenslange Rente garantieren. Ansonsten gilt: lieber eine längere als eine zu kurze Rentenphase einkalkulieren.
Inflation - die schleichende Geldentwertung - ist eine Tatsache, die bei der Vorsorgeplanung besonders oft ausgeblendet wird. Die Kaufkraft des Geldes lässt nach oder, anders ausgedrückt: Das Leben wird teurer. Auch wenn meine fürs Alter gesparten Summen für mich heute recht stattlich klingen: Die Inflation kann mir einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen - wenn ich sie nicht mitrechne.
Für Angestellte ist die Riester-Rente in der Regel die erste Wahl, weil der Staat hier mit direkten Zulagen und Steuerersparnissen unter die Arme greift. Wer Teile seines Gehalts in eine Betriebsrente einzahlt, kann damit Steuern und Sozialabgaben sparen. Freiberufler und Selbstständige sollten sich dagegen die Vorteile der Rürup-Rente genau anschauen. So oder so: Wer clever ist, nimmt die vielfältige staatliche Förderung mit.
Um den Zeitpunkt der Vorsorgeauszahlung selbst bestimmen zu können, etwa für den vorzeitigen Renteneintritt, sollten Sie die staatlich geförderte Vorsorge mit flexiblen Produkten wie Aktien, Fonds oder Renten- und Lebensversicherungen abrunden. Gut ist es, wenn sich Beitragszahlungen an veränderte Lebensumstände anpassen oder auch mal aussetzen lassen. Achtung: Das Vermögen sollte auf sichere Anlagen umschichtet werden, je näher es auf den Ruhestand zugeht.
Je früher mit der Altersvorsorge begonnen wird, desto besser. So muss insgesamt weniger gespart werden, damit im Alter eine stattliche Summe zur Verfügung steht. Denn: Wer früh startet, profitiert umso mehr vom Zins- und Zinseszinseffekt.
Der eine ist eher für Sicherheit, ein anderer möchte mehr die Chancen des Kapitalmarkts nutzen. Grundsätzlich aber gilt: Nicht nur auf eine Anlageform vertrauen. Auf den richtigen Mix kommt es an, um von den Vorteilen verschiedener Anlageformen zu profitieren und die Risiken zu verringern.
Viele Versicherungen und Sparverträge werden vorzeitig gekündigt. Manchmal tritt eine unvorhergesehene Notsituation ein, oftmals werden mit dem Ersparten aber auch einfach Konsumwünsche erfüllt. Überlegen Sie sich gut, ob es wirklich notwendig ist, die Anlagen vorzeitig anzuzapfen. Wenn die finanzielle Lage ein Sparen gerade nicht zulässt: Lieber den Vertag ruhen lassen als ihn ganz aufzulösen.
Ein Missgeschick im Alltag, ein Unfall oder andere unvorhergesehene Ereignisse - auf dem Weg zur Altersrente können existenzielle Gefahren lauern. Damit sie Ihre Altersvorsorgeersparnisse nicht vorzeitig anbrechen müssen, sollten Sie mögliche Risiken finanziell absichern. Eine private Haftpflichtversicherung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung und der Hinterbliebenenschutz sind dabei die wichtigsten. Mit diesen Versicherungen planen Sie alles Weitere wesentlich gelassener.
Altersvorsorge lässt sich lernen: Die unabhängige Initiative Altersvorsorge macht Schule bietet an über 500 Volksschulen bundesweit Kurse zur finanziellen Sicherheit im Alter an. Fachleute der Deutschen Rentenversicherung informieren verständlich und verlässlich, worauf es bei der Altersvorsorge wirklich ankommt. Altersvorsorge macht Schule ist ein Angebot für alle, die ihre eigene Absicherung verbessern wollen - unabhängig von Vorkenntnissen und finanziellen Möglichkeiten.
Alle Infos unter www.altersvorsorge-macht-schule.de oder unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 - 1000 4800.
"Altersvorsorge macht Schule" ist eine Initiative der Bundesregierung, der Deutschen Rentenversicherung, des Deutschen Volkshochschul-Verbandes, des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, des Deutschen Gewerkschaftsbundes und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
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