Teil 2: Was bekomme ich eigentlich als Rente?

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Teil 2: Was bekomme ich eigentlich als Rente?

Wie hoch wird meine gesetzliche Rente im Alter sein? Mit dieser Frage beginnt der persönliche Vorsorgeplan  – denn von der Antwort hängt ab, welche Summe Sie zusätzlich in die Absicherung Ihres Lebensabends investieren sollten.


Die wichtigste Basis zur Einschätzung der individuellen Rentenhöhe ist die Renteninformation der gesetzlichen Rentenversicherung. Diese gibt Auskunft über den aktuellen Stand des persönlichen Versicherungskontos. Die Renteninformation erhalten Versicherte, die älter als 27 Jahre sind und insgesamt mindestens fünf Jahre Beiträge geleistet haben, jährlich zugeschickt. Das Schreiben enthält gleich mehrere wichtige Zahlen:


Die Renteninformation zeigt Ihnen auf:


  • welche Rentenanwartschaften Sie bislang erworben haben,
  • wie viel Rente sie aktuell erhalten würden im Falle einer vollen Erwerbsminderung,
  • mit welchen Rentenbezügen Sie im Alter rechnen können,
  • welche Beiträge auf Ihrem Versicherungskonto bislang eingegangen sind.

Blick in die Zukunft

Die Renteninformation liefert drei Szenarien zu Ihrer Altersrente. Die erste Berechnung geht davon aus, dass Sie bis zum Erreichen der Altersgrenze so viel verdienen, wie in den letzten 5 Beitragsjahren, ohne dass die Renten steigen. Die beiden weiteren Szenarien gehen von einer jährlichen Rentenanpassung von 1 Prozent und 2 Prozent aus. Diese auf den ersten Blick kleinen Unterschiede haben erhebliche Auswirkungen auf Ihre spätere monatliche Rente.


Die in der Renteninformation genannten Prognosen mögen so hoch erscheinen, dass kein Handlungsbedarf für eine zusätzliche Vorsorge gesehen wird. Für die realistische Einschätzung müssen Sie jedoch drei Punkte beachten:


  1. Kaufkraftverlust: Die Kaufkraft der angegebenen Rente wird in 30 Jahren erheblich unter der heutigen liegen.

  2. Steuern: Zum 1. Januar 2005 ist das Alterseinkünftegesetz in Kraft getreten, mit dem das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung für Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung eingeführt wurde. Kurz gefasst bedeutet dies: Renten werden künftig in stärkerem Umfang besteuert als bisher. Im Gegenzug können Beiträge zur Altersvorsorge von der Steuer abgesetzt werden. Die Umstellung erfolgt schrittweise und wird 2040 abgeschlossen sein.

  3. Krankenkassenbeiträge: Die Renteninformation gibt die Bruttorente an – von dieser müssen neben Steuern auch die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung entrichtet werden.

Insgesamt mindern also drei Faktoren – nachgelagerte Besteuerung, Kaufkraftverlust sowie Kranken– und Pflegekassenbeiträge – den Betrag. Wie hoch die nach Abzügen verbleibende Nettorente ist, hängt unter anderem von dem Beitragssatz der eigenen Krankenkasse sowie den gesamten Einkommensverhältnissen und dem daraus resultierenden Steuersatz ab.


Was brauche ich später?

Jetzt kennen Sie die Prognose Ihrer künftigen Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Reicht die Summe, um Ihren Lebensstandard im Alter zu halten? Um das herauszufinden, stellen Sie am besten Ihre voraussichtlichen Einnahmen (neben der gesetzlichen Rente zählen hierzu auch die Betriebsrenten, Leistungen aus privaten Rentenversicherungen und sonstige Einnahmen) den Ausgaben (z.B. Wohnkosten, allgemeine Lebenshaltungskosten, Versicherungsbeiträge) im Alter gegenüber. Wie viel Geld werden Sie voraussichtlich monatlich benötigen? Wie hoch ist die Summe, die Ihnen noch fehlt – Ihre Versorgungslücke? Mit dieser Information können Sie sich nun an die Umsetzung Ihrer zusätzlichen Absicherung machen.


 Teil 3: Soll ich privat vorsorgen und wenn ja, wie?

 

 

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